² Nippon Retro
JAPANISCHER FILM NOIR
Im Rahmen des diesjährigen Festivalschwerpunkts CROSSING BORDERS beleuchtet NIPPON RETRO den japanischen Film Noir. Dieser ist vor allem von den amerikanischen Kriminalfilmen der 1940er und 1950er Jahre und – wie das Noir-Genre insgesamt – ästhetisch auch deutlich vom deutschen Film-Expressionismus der 1920er Jahre geprägt. Im Film Noir treten gesellschaftliche Randgestalten, abgebrühte Antiheld*innen und zwielichtige Gangster in den Vordergrund der Erzählung. In Japan fanden die damit verbundene Ästhetik und die pessimistischen Geschichten insbesondere in der zerrütteten Gesellschaft der Nachkriegszeit Anklang. Wir eröffnen die Retrospektive mit DRAGNET GIRL von Yasujiro OZU, der 1933 veröffentlicht wurde und dem amerikanischen Film Noir sogar einige Jahre vorausgeht. Mit Filmen von Großmeistern wie Akira KUROSAWA (THE BAD SLEEP WELL) und Seijun SUZUKI (TAKE AIM AT THE POLICE VAN, YOUTH OF THE BEAST) bieten sich zahlreiche Gelegenheiten, in die Tiefen der japanischen Unterwelt einzutauchen. Doch auch die schmutzigen Machenschaften eines Automobilkonzerns, der mit allen Mitteln die Konkurrenz zu diskreditieren sucht (THE BLACK TEST CAR), stehen den Methoden skrupelloser Yakuza in nichts nach.
In Kooperation mit Japan Foundation Tokyo und Japanisches Kulturinstitut Köln sowie mit freundlicher Unterstützung von Kulturfonds Frankfurt RheinMain